Stadthagen, den 18. Januar 2013

Protestkundgebung: CDU steht hinter Faurecia-Mitarbeitern
 

Für Freitag, den 18. Januar hatte die IG Metall Nienburg-Stadthagen zur "Solidaritätskundgebung für Standort und Beschäftigung bei Faurecia" aufgerufen, um gegen den beabsichtigten Abbau von 200 Arbeitsplätzen im Unternehmensstandort Stadthagen zu protestieren. Auch der Stadthäger CDU-Fraktions- und Parteivorsitzende Heiko Tadge und Landtagskandidat Mike Schmidt folgten dem Aufruf und marschierten gemeinsam mit mehreren hundert Menschen, unter ihnen auch SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel, im Demonstrationszug vom Faurecia-Werk Stadthagen in die Innenstadt. Im Rahmen der Protestkundgebung auf dem Marktplatz sicherte Tadge den Betroffenen die Solidarität der CDU zu.

In seiner Rede betonte der Fraktionsvorsitzende der Stadthäger Union, dass "wir in der Bundesrepublik mit der Sozialen Marktwirtschaft ein hervorragendes System haben, wenn sich eben alle an deren Grundsätze halten." Auch ein "Global Player" - als solcher verstehe sich

 

Faurecia als Nummer Drei in Europa und als Sechster weltweit in der Branche - dürfe in Deutschland nicht das "Soziale" der Sozialen Marktwirtschaft hinten runterfallen lassen!

Der angekündigte Arbeitsplatzabbau insgesamt, aber auch insbesondere die Umstände mit dem zeitlichen Ablauf - Bekanntgabe der beabsichtigten Entlassungen in der Vorweihnachtszeit - und der fehlenden bzw. verspäteten Kommunikation seien völlig unverständlich!




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der "Ethik-" von Faurecia heißt es unter anderem: " verpflichtet sich, den Personalvertretern ... Informationen rechtzeitig zu übermitteln, Absprachen in angemessener Zeit vorzunehmen und die gesetzlichen Verpflichtungen der einzelnen Länder einzuhalten." Hierzu Tadge: "Wenn der Betriebsrat erst zwei Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe des beabsichtigten Arbeitsplatzabbaus offiziell schriftlich informiert wird, dann passt das nicht zu der unternehmenseigenen Ethik-Charta!" Er forderte, der  müsse "hier umdenken und konstruktiv mit Betriebsrat und Gewerkschaft nach einer vernünftigen Lösung suchen, ansonsten droht sicher auch ein Vertrauensverlust in der Faurecia-Kundschaft."
 

Der Stadthäger CDU-Chef bedauerte, dass aus der Politik leider niemand Versprechungen machen könne, "das könnte allein die Unternehmensführung." Aber die Kolleginnen und Kollegen könnten sicher sein, "dass wir alles versuchen, um die Unternehmensleitung zu einer Korrektur ihrer Absicht zu bewegen!" In diesem Zusammenhang überbrachte Tadge als Vertreter des Arbeitnehmerflügels der CDU auch die herzlichen Grüße des niedersächsischen CDA-Vorsitzenden Max Matthiesen und des CDA-Bundesvorsitzenden Karl-Josef Laumann, die ebenfalls ihre Solidarität mit den Faurecia-Kollegen in Stadthagen erklärt haben.

Der Fraktionsvorsitzende appellierte an die Durchhaltefähigkeit der Arbeitnehmer: "Sie haben den Willen und die Kraft, sich für den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze in Stadthagen einzusetzen! Verlieren Sie nicht den Mut! Auch wenn der Weg steinig ist, gehen Sie ihn weiter. Wir unterstützen Sie, wie und wo wir nur können." Wenn die Unternehmensleitung dann endlich die Chancen begreife, die im Stadthäger Faurecia-Zweig stecken, dann werde auch das Unternehmen weiter von dem Willen, von den Ideen und von der Kraft der Mitarbeiter profitieren. "Ich versichere Ihnen meine und unsere Solidarität," so Tadge abschließend.