Stadthagen, den 3. Oktober 2013

Würdevolle Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit

 

Auf Einladung der Jungen Union Schaumburg (JU) und ihres Ehrenvorsitzenden Friedel Pörtner trafen sich heute über 35 Schaumburger Bürger und Bürgerinnen in Stadthagen, um den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam zu feiern.

Seit vielen Jahren ist die Gedenkfeier der JU die einzige Veranstaltung ihrer Art im Landkreis Schaumburg, wie JU-Kreisgeschäftsführer Gabriel Holzheimer in seiner Begrüßung betonte. Weder der Landkreis noch die Städte und Gemeinden führten regelmäßig eine Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit durch. Friedel Pörtner wies in seiner Ansprache auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes emnid hin, wonach nur ein Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland den 3. Oktober als gesetzlichen Feiertag haben möchten. Hingegen hätten sich zehn Prozent dieser Altersgruppe für einen Halloween-Feiertag ausgesprochen. Hier müsse die schulische Bildung dringend ansetzen und die jüngere Deutsche Geschichte thematisieren.

Von einer Besonderheit in diesem Jahr wurden die Teilnehmer sehr positiv überrascht. Friedel Pörtner verlas ein Grußwort der Vorsitzenden der CDU Deutschlands und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Gedenkfeier in Stadthagen. Merkel schrieb unter anderem: "Wenn wir heute gemeinsam deutschlandweit diesen Tag begehen, dann denken wir mit großem Respekt zurück an die Mutigen der friedlichen Revolution, die mit Kerzen in der Hand gegen die SED-Diktatur aufbegehrten. Wir denken mit großer Dankbarkeit an das Vertrauen der internationalen Staatengemeinschaft, die einem demokratisch gereiften Deutschland das Geschenk von Einigkeit und Recht und Freiheit in Frieden und Freundschaft gaben. Und wir erinnern uns mit Freude und Genugtuung an die Euphorie von Mauerfall und Wiederbegegnung, die uns die Kraft gaben, die schwierige Aufgabe des Aufbaus Ost gemeinsam anzugehen und zu bewältigen."

Horst Sassenberg, stellvertretender Landrat des Landkreises Schaumburg, blickte auf Erlebnisse aus der Zeit vor dem Mauerfall zurück und betonte in diesem Zusammenhang die besondere Bedeutung der friedlichen Wiedervereinigung.

Der Stadthäger CDU-Vorsitzende Heiko Tadge erinnerte ebenfalls an die Zeit des Eisernen Vorhangs. Wer die Repressalien und Einschränkungen der persönlichen Freiheit durch die DDR miterlebt habe, der hat sich beim Fall der Mauer am 9. November 1989 seiner Glückstränen nicht erwehren können. Viele Länder würden ihre Nationalfeiertage pompös begehen, obwohl diese oftmals mit viel Blut behaftet seien. "Unser Tag der Deutschen Einheit ist jedoch nur mit Gefühlen des Glücks und der Freude verbunden und eben nicht mit Blutvergießen. Hierauf können wir alle sehr stolz sein", so Tadge, der die Teilnehmer einlud, hierauf ihre Sekt- und Orangensaftgläser zu erheben, um auf die Bundesrepublik Deutschland und den Bundespräsidenten zu trinken.

Das gemeinsame Singen der Nationalhymne unter der Trompetenbegleitung