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Stadthagen, den 3. April 2013 (Pressemitteilung der Jungen Union Stadthagen)

 Junge Union informiert sich bei Arbeitsagentur

 

In diesem Jahr wird sich die Junge Union (JU) – Stadtverband Stadthagen, verstärkt mit dem Thema „Wirtschaftsstandort Stadthagen / regionales Arbeitsplatzangebot“ auseinandersetzen.  Dies geht aus einer Pressemitteilung des Stadtverbandes hervor. Aus diesem Anlass haben sich Vertreter der Jungen Union am Donnerstag, den 21. März mit Vertretern der Arbeitsagentur getroffen, um sich über das Arbeits- und Ausbildungsplatzangebot in Stadthagen, sowie im Landkreis Schaumburg zu informieren. Es sei wichtig, eine Einschätzung der Lage vor Ort zu bekommen,  erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes, Andreas Ahnefeld. Stadthagen müsse  als Standort für Unternehmen und Gewerbe attraktiv gemacht werden, sodass neue Arbeitsplätze für die Zukunft geschaffen werden und bestehende erhalten bleiben.

 

Der Rückgang  der Ausbildungsbetriebe in Stadthagen und Umgebung werde sich nach Aussage der Arbeitsagentur früher oder später auch die hiesigen Berufsschulen auswirken. Dort gäbe es bereits heute Berufszweige, die nicht mehr angeboten werden, da auf Grund der geringeren Anzahl an Auszubildenden keine Klassen formiert werden können.

 

JU-Pressesprecher Timo Pflugradt zufolge sei diese Entwicklung „durchaus mit Sorge zu betrachten“. „Einzelne Berufszweige werden kaum oder gar nicht mehr im Landkreis angeboten“ so Pflugradt weiter.  „Durch unseren Besuch war es uns möglich Einblicke zu bekommen, wo und in welchen Branchen noch Arbeit und Ausbildungsplätze in Stadthagen, sowie im Landkreis angeboten werden“,  ergänzt Timo Büsking, Geschäftsführer des Stadtverbandes. „Insbesondere für junge Leute muss darauf geachtet werden, Stadthagen und Umgebung attraktiv für Arbeitgeber zu gestalten, damit hier keine Abwanderung aus Stadt und Landkreis entsteht. Wenn junge Auszubildende beispielsweise zu ihrer Berufsschule nach Neustadt oder Hannover fahren müssen, ist dieses ein Zeichen für uns, zu handeln“, so Büsking weiter.

 

Für die Junge Union sei zukünftig von besonderem Stellenwert, dass Stadthagen nicht weiter den Anschluss verliert. Dieses werde allerdings geschehen, sollten Verwaltung und Politik das Prinzip der ruhigen Hand weiter praktizieren. Es bestehe eine akute Gefahr, dass sich weitere  Arbeitnehmer in Richtung OWL und Hannover orientieren. Nach Auffassung der JU sei es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis jüngere, aber auch ältere Bürgerinnen und Bürger ihren Lebensmittelpunkt verlegen und dem Arbeitsplatz folgen werden. 

Auch die aktuellen Entwicklungen bei der Stadthäger Firma Faurecia seien ein weiteres Beispiel, das zeigt, dass erneut Arbeitsplätze in der Kreisstadt, insbesondere im industriellen Sektor, verloren gehen. 

 

Laut Vorstandsmitglied Markus Panzer bestehe nun jedoch nicht die Aufgabe der Politik darin, hier steuernd über gezielte Auftragsvergaben o. Ä. einzugreifen. Vielmehr sollte die Aufgabe der kommunalen Verwaltung darin bestehen, die Rahmenbedingungen für Unternehmen entsprechend attraktiv zu gestalten, um so letztendlich die Attraktivität eines Standortes insgesamt zu erhöhen und schlussendlich Investitionen in diesen zu fördern.

Die Junge Union Stadthagen beabsichtige weiterhin,  sich unter dem genannten Thema im laufenden Jahr mit weiteren Vertretern aus der lokalen Wirtschaft,  Verwaltung und mit Interessenverbänden zum Gedankenaustausch zu treffen.