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Stadthagen, den 11. Februar 2014

Tadge: „Rettungsdienste in Stadthagen machen tollen Job“
Jugendfeuerwehr ist Thema bei „CDU vor Ort“-Aktion

 

Am Dienstag war der "Europäische Tag des Notrufs 112". Grund genug für die Stadthäger CDU und Junge Union, sich vor Ort über die Rettungsdienste in Stadthagen und deren Arbeit zu informieren. „Erst anschauen und sich informieren“, so Bürgermeisterkandidat Heiko Tadge. Ein umfangreiches Besuchsprogramm hatten sich die Christdemokraten vorgenommen: Von der Integrierten Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg über die Freiwillige Feuerwehr Stadthagen bis hin zur DRK-Rettungswache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die heimischen Christdemokraten erfuhren dabei interessante Neuigkeiten: Seit zehn Monaten ist die Integrierte Regionalleitstelle Schaumburg/Nienburg für rund 300.000 Menschen in beiden Landkreisen zuständig. Von der Dienststelle in der Stadthäger Jahnstraße aus wird mit modernster Technik unter anderem der Einsatz von 108 Ortsfeuerwehren in Schaumburg, 107 Wehren im Nachbarkreis Nienburg sowie jeweils sechs Rettungswachen in jedem Landkreis organisiert. In der Regel arbeiten drei Mitarbeiter pro 12-Stunden-Schicht in den neuen Räumen des Kreishauses.

Während ihres Dienstes koordinieren sie täglich durchschnittlich 200 Alarmierungen. Insgesamt stehen sogar acht Arbeitspositionen zur Verfügung, um nach entsprechender Personalaufstockung auch Ausnahmelagen bewältigen zu können. "Hier kümmern sich echte Profis schnell, umsichtig und mit der erforderlichen Ruhe um die Notlagen der Bürgerinnen und Bürger", zeigte sich Tadge tief beeindruckt.
 

„Jugendfeuerwehr bestmöglich fördern“
Als nächstes stand die Ortsfeuerwehr Stadthagen auf dem Besuchsprogramm. Ortsbrandmeister Reiner Pflugradt ist mit dem Fuhrpark zufrieden. Der in die Jahre gekommene Einsatzleitwagen sowie das Führungsfahrzeug müssten jedoch in diesem Jahr ersetzt werden. Eigentlich sei auch das Katastrophenschutzfahrzeug – ein LF 16 TS, Baujahr 1988 – dringend auszutauschen, aber ob und wann dies geschehe, sei noch nicht klar, denn hierfür zeichne der Bund verantwortlich.
Neben den Fahrzeugen wurde auch der großteils in Eigenarbeit hergerichtete Stabsraum besichtigt. CDU-Pressesprecher Markus Panzer: "Wir hoffen, dass in Kürze endlich die erforderliche EDV von der Stadt für die Feuerwehr bereitgestellt wird, damit von hier aus auch mögliche Großschadensereignisse reibungslos koordiniert werden können." Das Ehrenamt „Freiwillige Feuerwehr“ müsse dauerhaft gestärkt werden. „Gerade die Jugendfeuerwehr ist bestmöglich zu fördern“, unterstrich Heiko Tadge.

 

Rauchmelder retten Leben

Der Ortsbrandmeister befürchtet mit der Umsetzung der Einbaupflicht für Rauchmelder in bestehende Wohnungen (31.12.2015) ein vermehrtes Aufkommen von Fehlalarmen. Dies bedeute auch hohe Kosten für die Betreiber der Rauchmelder. Je nach Anzahl der ausrückenden Fahrzeuge und Feuerwehrleute könne hier schnell eine Summe von 1.500 bis 2.000 Euro zusammenkommen, die der Stadt zu erstatten sei. Dies sei klar geregelt im Niedersächsischen Brandschutzgesetz, § 29 Abs. 5. Dort heißt es: „Der Betreiber einer Brandmeldeanlage ist gebühren- oder kostenerstattungspflichtig, wenn der Einsatz durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst wurde, ohne dass ein Brand vorgelegen hat.“ Für die CDU ein Anlass für eine gute Informationspolitik. „Hier müssen die Menschen noch besser informiert werden“, forderte Tadge. Die Rauchmelderpflicht sei zwar zunächst mit Kosten verbunden, rette aber dauerhaft Menschenleben bei Bränden.

Engagement keine Selbstverständlichkeit

Die Rettungswache Stadthagen war weiterer Besuchsort der CDU-Vertreter. Sie ist Schaumburgs größte Rettungswache. Für Notfälle stehen dort ununterbrochen zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit. Insgesamt stehen sogar 7 Fahrzeuge und rund 30 Mitarbeiter zur Verfügung, um die Anforderungen zu erfüllen: In 95 Prozent der Fälle muss ein Rettungsfahrzeug innerhalb von 15 Minuten den Einsatzort erreicht haben.

Im landesweiten Vergleich der Rettungsdienste sei der Landkreis Schaumburg hervorragend aufgestellt, so DRK-Geschäftsführer Bernd Gerberding. „Wir freuen uns, dass hier ein motiviertes Team vom Rettungssanitäter über den Rettungsassistenten bis hin zum Notarzt in einer optimalen Struktur für die Bürger zur Verfügung steht“, so Bürgermeisterkandidat Heiko Tadge. Es gelte, gerade in Zeiten des demografischen Wandels diese Strukturen zu stärken und zu festigen. Auch als Ausbildungsbetrieb hat sich das Deutsche Rote Kreuz in Schaumburg einen Namen gemacht. Die DRK-Rettungswachen bilden jährlich jeweils drei bis vier Auszubildende aus. 2014 werden in Stadthagen sogar sechs Auszubildende eingestellt.

„Die Besuche im Rahmen des „Europäischen Tags des Notrufs 112“ haben uns gezeigt, dass wir in Stadthagen insgesamt gut aufgestellt sind. Die Feuerwehrmänner und –frauen, die Mitarbeiter der Regionalleitstelle, die Rettungssanitäter und viele Ehrenamtliche machen einen tollen professionellen Job zum Schutz und zur Sicherheit für die Menschen in Stadthagen“, lobte Tadge abschließend. In Zeiten wie diesen, wo der Egoismus stärker um sich greife, sei dieser hohe persönliche Einsatz in den Rettungs- und Sicherheitseinrichtungen besonders hervorzuheben.