CDU Stadthagen

Stadthagen, 13. Februar 2022

 

CDU-Fraktion im Gespräch mit Feuerwehr-Stadtkommando

 

Am Freitag, 11.2. hat die CDU-Fraktion den „Europäischen Tag des Notrufs 112“ zum Anlass genommen, sich ausführlich mit der Führung der Stadtfeuerwehr Stadthagen auszutauschen. Stadtbrandmeister Rolf Bruns und sein designierter Nachfolger Martin Buhr informierten über aktuelle Themen aus der hiesigen Feuerwehr.

 

Erfreut nahm die CDU-Delegation laut Fraktionspressesprecher Stephan Rauball zur Kenntnis, dass die personelle Situation aller Ortswehren im Stadtgebiet trotz Corona stabil geblieben sei. Die Kinder- und Jugendfeuerwehren seien in unveränderter Stärke aktiv und in den Einsatzabteilungen könne sogar eine leicht positive Entwicklung festgestellt werden.

Im Jahr 2021 kam es insgesamt zu 171 Einsätzen - davon wurde die Feuerwehr zu 42 Bränden gerufen, fünf davon waren Großbrände. Die Hilfeleistungen lagen mit 91 Fällen in der Einsatzstatistik weit vorn.

In diesem Jahr wird die Hubrettungsbühne für 15 Wochen nicht zur Verfügung stehen, da sie in eine große 10-Jahres-Inspektion muss. Für diesen Zeitraum muss eine Drehleiter als Ersatz angemietet werden, was zwar teuer aber zwingend erforderlich sei.

Zum Thema Einsatzhygiene berichtete Bruns, dass die Feuerwehr dringend eine Waschmaschine und eine Trocknungsanlage für die Einsatzbekleidung benötigen würde. Die Beschaffungskosten beliefen sich hier auf ca. 50.000 Euro. Wenn die Dienstkleidung zur Reinigung gebracht wird, wie es derzeit der Fall ist, benötigt dies mindestens vier bis fünf Tage. In dieser Zeit könnten die betreffenden Kameradinnen und Kameraden keine Einsätze fahren. Eine Alternative wäre eine Zweitgarnitur anzuschaffen, was jedoch mit Kosten von ca. 1.200 Euro pro Person zu Buche schlagen würde - bei rund 250 Kameradinnen und Kameraden in den Einsatzabteilungen ein wesentlich höherer finanzieller Aufwand für die Stadt. Laut Fraktionschef Heiko Tadge stünden in Kürze für Investivmaßnahmen zur Einsatzhygiene Fördermittel aus dem Aufkommen der Feuerschutzsteuer in Höhe von bis zu 5.000 Euro pro Stadt bzw. Samtgemeinde zur Verfügung. Stadtbrandmeister und CDU-Fraktion stimmten überein, dass hier eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Nienstädt durch die Stadtverwaltung geprüft werden solle.

Des Weiteren benötigt die Feuerwehr in Stadthagen dringend ein 100 kVA-Notstromaggregat, was bereits erstmals 2016 bei der Verwaltung beantragt worden sei. Tadge informierte, sofern ein mobiles Gerät beschafft würde, könne dies neuerdings auch mit bis zu 15.000 Euro aus Mitteln der Feuerschutzsteuer gefördert werden. Andreas Ahnefeld, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste, Ordnungswesen und Feuerwehr regte daher an zu prüfen, ob die Beschaffung eines mobilen Aggregates, das einsatztaktisch flexibel einsetzbar wäre, welches aber auch zur Notstromversorgung des Feuerwehrhauses Enzer Straße genutzt werden könne, denkbar sei.

 

Jörg Ostermeier, CDU-Sprecher im Ausschuss für Bürgerdienste, Ordnungswesen und Feuerwehr dankte den Gesprächspartnern aus dem Stadtkommando für den informativen Austausch und schloss den Besuch ab: „Unser Dank gilt Rolf Bruns für seine 18-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtbrandmeister. Seinem designierten Nachfolger Martin Buhr wünschen wir viel Erfolg für die ab 1. März für ihn anstehenden Aufgaben.“

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