CDU Stadthagen

Stadthagen allgemein

Stadthagen, den 17. Dezember 2012

CDU solidarisch mit Faurecia-Mitarbeitern

In der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Stadthagen erklärte Fraktionsvorsitzender Heiko Tadge für die CDU-Fraktion die Solidarität mit den Faurecia-Mitarbeitern, deren Arbeitsplätze nach dem Willen der Konzernführung abgebaut werden sollen: "Die CDU, die das "Christliche" bereits im Namen trägt, war von der schrecklichen Nachricht kurz vor einem der wichtigsten christlichen Feste erschüttert. Wir stehen nach wie vor voll hinter dem Gedanken der "Sozialen Marktwirtschaft" in Deutschland. Die soziale Komponente sollte auch von ausländischen Konzernen, die in Deutschland tätig sind, als ein wichtiges Element des Unternehmensselbstverständnisses betrachtet werden! Hierzu gehört auch die Kommunikation mit den Mitarbeitern, dem Betriebsrat und den Gewerkschaften! Die vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Mitarbeiter und Ihre Familien haben unsere volle Solidarität und Unterstützung! Die Erklärung des Rates der Stadt Stadthagen unterstützt die CDU-Fraktion ausdrücklich."

 

Die nachfolgende Erklärung wurde in der Ratssitzung vom 17.12.2012 einstimmig verabschiedet:

 

Zukunftsperspektiven für den Standort Faurecia in Stadthagen

Erklärung des Rates der Stadt Stadthagen

 

Der Rat der Stadt Stadthagen ist betroffen und enttäuscht, dass der Abbau weiterer Arbeitsplätze für den Betriebsstandort Faurecia in Stadthagen angekündigt wurde.

Die Stadt Stadthagen hat in der Vergangenheit die Firma Faurecia unterstützt und für gute Rahmenbedingungen am Standort Stadthagen gesorgt. Der Rat der Stadt Stadthagen erklärt seine Solidarität mit den Beschäftigten bei Faurecia und mit ihren Familien. Die angekündigte Entlassung von 200 Beschäftigten ist kurz vor den Weihnachtsfeiertagen ohne vorherige Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern erfolgt und für die Stadt nicht nachvollziehbar.

 

Wir fordern die Konzernführung von Faurecia und die Geschäftsführung vor Ort auf, ein klares Bekenntnis für den Produktionsstandort in Stadthagen abzugeben, und den angekündigten Arbeitsplatzabbau und die Verlagerung von Produktionslinien dringend zu überdenken und gemeinsam mit dem Betriebsrat und der IG-Metall eine beschäftigungsorientierte Lösung zu erarbeiten, die den gesamten Standort langfristig absichert.

 

Das Unternehmen in Stadthagen hat bislang durch Unternehmensleitung und Beschäftigte bewiesen, dass es profitabel arbeiten kann. Durch fortwährend innovative Lösungen wurde nicht nur der technische Standard auf höchstem Niveau entwickelt und gehalten, sondern gleichzeitig auch für das Unternehmen wirtschaftliche Lösungen gefunden. Hier haben Konzern und Unternehmensleitung vor Ort eine Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern, auch weiterhin diesen Weg im Sinne der Beschäftigten zu gehen.

 

Wir fordern daher die Unternehmensleitung auf, vor Ort gemeinsam mit der Vertretung der Beschäftigten diese Stärken weiter zu entwickeln und kontinuierlich auszubauen. Die Rahmenbedingungen dafür sind am Standort gegeben. Ohne die Einheit von Produktionsentwicklung und Produktion muss befürchtet werden, dass der gesamte Standort gefährdet ist.

 

Nachdem auf allen politischen Ebenen Betroffenheit und Enttäuschung geäußert worden sind, ist aber auch klar zu erkennen, dass alle Ebenen sich nicht nur solidarisch erklären, sondern auch aktiv an diesem Prozess mitarbeiten wollen und werden.

 

Stadthagen muss auch zukünftig im bisherigen Maße Produktionsstandort für Faurecia bleiben.

Die angekündigten Entlassungen dürfen nicht realisiert werden.